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Korrosionsschutz bei Langzeitlagerung von Metallen

Wer rastet, der rostet? Die Langzeitlagerung von metallischen Komponenten dient in den meisten Fällen der Vorhaltung von Ersatzteilen über einen Zeitraum von bis zu 15 Jahren. Eine solche Periode setzt andere Maßnahmen für den Korrosionsschutz voraus als die Konservierung für einen überschaubaren Transport von einigen Wochen. Denn je länger Metalle den Umweltbedingungen ausgesetzt sind, desto höher ist die Wahrscheinlichkeit von Korrosion.

Wegen der meist großen Anzahl von gelagerten Teilen ist auch das wirtschaftliche Risiko höher. Um Schäden und Retouren zu vermeiden, entwickelt die EXCOR Korrosionsforschung passende verlässliche Korrosions­schutz­konzepte für die Langzeitlagerung Ihrer Metallteile.

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„Excor hat sich als zuverlässiger Partner in der Langzeitlagerung erwiesen. Besonders schätzen wir die intensive Beratung, die auf unsere spezifischen Anforderungen eingegangen ist. Die Zusammenarbeit hilft uns, unsere Bauteile langfristig vor Korrosion zu schützen.“


Mirela Nowak – Technische Sachbearbeiterin
Volkswagen Aktiengesellschaft Salzgitter

5 typische Fehler bei der Langzeitlagerung – und wie man sie vermeidet

Die Grundsätze einer Korrosionsschutzverpackung gelten auch für die Langzeitlagerung, doch hier zählt jeder einzelne Schritt doppelt. Denn Fehler im Korrosionsschutzkonzept offenbaren sich oft erst nach Jahren, wenn es bereits zu spät ist. 

Seit Jahrzehnten planen und realisieren wir maßgeschneiderte Korrosionsschutzlösungen, die typische Risiken der Langzeitlagerung von vornherein ausschließen. Denn wir wissen: Wer heute an der falschen Stelle spart, zahlt morgen den Preis.

Im Folgenden zeigen wir Ihnen die häufigsten Fallstricke bei der Langzeitlagerung von Metallteilen und geben Ihnen praktische Lösungen an die Hand, um Ihre Ware über Jahre hinweg sicher vor Korrosion zu schützen.

Mechanische Beschädigungen der Korrosionsschutzverpackung, etwa durch unsachgemäßes Stapeln oder Transportbewegungen, können die Schutzwirkung von Korrosionsschutzsystemen erheblich beeinträchtigen und die Lagerdauer deutlich verkürzen.

Achten Sie daher darauf, dass Korrosionsschutzverpackungen bereits vor dem Verpacken frei von Beschädigungen sind. Insbesondere Schäden durch inkorrekte Handhabungsschritte oder fehlende Bauteilsicherung sollten vor der Langzeitlagerung identifiziert und vermieden werden.

Rückstände auf der Metalloberfläche, wie Fingerabdrücke, Fette, Öle oder Produktionsrückstände, können die Wirksamkeit des Korrosionsschutzes erheblich beeinträchtigen. Verunreinigungen entstehen sowohl durch unsachgemäße Handhabung, beispielsweise durch das Verpacken ohne Handschuhe, als auch durch eine unzureichende Reinigung nach vorgelagerten Produktionsschritten.

Stellen Sie daher sicher, dass Metallteile vor der Langzeitlagerung entsprechend sauber, trocken und korrosionsfrei sind.

Ein häufiger Fehler bei der Langzeitlagerung ist die Anwendung ungeeigneter Korrosionsschutzsysteme. 

In einem Praxisfall wurde ein Stahlbauteil nach der Reinigung mit einem ölbasierten Korrosionsschutzmittel behandelt und anschließend in VCI-Beuteln verpackt. Im Verlauf der Langzeitlagerung verharzte das eingesetzte Öl zu einem klebrigen Film. Die VCI-Folie verklebte am Metall. Nach zehn Jahren Lagerung stellte die Qualitätskontrolle die Schäden fest.

Stellen Sie daher immer die Kompatibilität zwischen Korrosionsschutzprodukten und Oberfläche sicher und kombinieren Sie keine Materialien, die nicht für die gemeinsame Verwendung und die angestrebte Lagerzeit vorgesehen sind. Befolgen Sie stets die Herstellerangaben für jedes verwendete Produkt.

Korrosionsschutzverpackungen werden für definierte Lagerzeiträume unter bestimmten Lagerbedingungen entwickelt. Kommen zusätzlich ungünstige kritische klimatische Bedingungen während der Lagerung ins Spiel, kann das Korrosionsschutzsystem früher als geplant versagen. Ein Konzept, das nur für eine kurzfristige Lagerung oder den Versand konzipiert wurde, kann die Anforderungen einer mehrjährigen Langzeitlagerung nicht erfüllen.

Wählen Sie immer Korrosionsschutzkonzepte, die hinsichtlich Lagerdauer, Umgebungsfaktoren und Verpackungssystem für die geplante Langzeitlagerung geeignet sind. Wir helfen Ihnen Lösungen zu finden, die auch das Unvorhersehbare mit einplanen.

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Die Lagerbedingungen können sich im Verlauf der Zeit verändern. Auch bei fachgerecht verpackten Metallteilen bleiben Beschädigungen der äußeren Verpackung oder die veränderten Umgebungsbedingungen häufig unentdeckt. 

Planen Sie deshalb gezielte Überwachungsmaßnahmen ein, um die Schutzwirkung Ihrer Verpackung langfristig zu garantieren. Eine regelmäßige Sichtkontrolle sowie der Einsatz von Feuchteindikatoren bieten sich hierfür an. 

Vermeiden Sie diese und weitere Fehler in der Langzeitlagerung bevor sie entstehen. Lassen Sie sich von unseren Experten individuell beraten.

Unsere Expertise für Ihre Produkte

Unsere langjährige Erfahrung im Bereich Korrosionsschutz ermöglicht es uns, für jede Lagerumgebung und -dauer die passende Lösung zu entwickeln.

Gerade bei der korrosionskritischen Langzeitlagerung liegt besonderes Augenmerk auf der sorgfältigen Auswahl der Korrosionsschutzmittel und der korrekten Durchführung des Verpackungsprozesses. Unser Team aus Fachexperten findet den optimalen Korrosionsschutz für Ihre Lagerbedingungen.

Verpackungsmaßnahmen für die Langzeitlagerung

  1. Prüfung der Teile auf Oberflächenrückstände aus Vorprozessen

    Rückstände aus den mechanischen Bearbeitungsprozessen oder Rückfettungen aus Reinigungsbädern können einerseits korrosiv wirken und andererseits den Zugang für VCI- oder ICB-Wirkstoffe behindern. Eine chemische Analyse der Teileoberfläche ist deshalb erforderlich.

  2. Die Verpackungseinheit mit einer verschweißten Sperrschichtfolie hermetisch umgeben

    z. B. mit einer Kastenhaube aus Aluminium-Folie als Behälter-Inlett

  3. Fixierung der einzelnen Komponenten in der Verpackung

    z. B. durch Gefache aus Hohlkammer-Platten mit VCI oder ICB oder auch durch Korrosionsschutzbeutel aus Luftpolsterfolie, um mechanische Schäden beim Transport zu verhindern.

  4. Wirkstoffreiche VCI/ICB-Träger verwenden

    z. B. durch eine höhere Folienstärke oder Hohlkammermaterial

  5. Zugabe von Trockenmitteln

    Diese entfeuchten die eingeschlossene Luft.

  6. Prüfung der Stapelfähigkeit

    Je nach Lagerungsbedingungen kann das ein Kriterium sein.

  7. Testen eines Prototyps der Verpackung

    Mit (von außen ablesbaren) Datenloggern sollte das verpackte Produkt in einer EXCOR-Klimakammer belastet werden, um ggf. Schwachstellen an der Verpackung zu erkennen.

Mehr als nur Beratung – Die Leistungen der EXCOR Korrosionsforschung

  • Anwendungstechnik mit klimatischen Belastungstests
     
  • Forschung und Entwicklung in Bezug auf Korrosionsschutzprodukte und -systeme
     
  • Analyse von Schadensfällen
     
  • Herstellung von Korrosionsschutzprodukten
     
  • 100%ige Qualitätssicherung vom Beginn bis zum Fertigprodukt
     

FAQ – Häufig gestellte Fragen zur Langzeitlagerung

Mit zunehmender Lagerzeit wachsen die Anforderungen an den Korrosionsschutz. Um Metallteile zuverlässig, kosteneffizient und langfristig einlagern zu können, sind intelligent kombinierte und maßgeschneiderte Korrosionsschutzsysteme die richtige Wahl. Sie entsprechen den spezifischen Bedürfnissen besser als marktübliche Einheitslösungen.

Typische Fehler in der Langzeitlagerung sind z. B. mechanische Beschädigungen, unzureichende Oberflächenvorbereitung, ungenügende Schutzsysteme, ungeeignete Lagerbedingungen und fehlende Überwachung. Diese Faktoren können den Schutz beeinträchtigen und sollten vermieden werden.

Zur Überprüfung des Korrosionsschutzkonzepts setzen wir auf die bewährte Kombination aus Erfahrung und einem überkritischen Klimawechseltest. Wir belasten Ihr Konzept unter extremen Bedingungen und prüfen gezielt dessen Dichtheit, die Materialeignung und den verwendeten Korrosionsschutz.

Kommen Sie mit uns ins Gespräch

Erfahren Sie mehr über unsere Lösungen und lassen Sie sich von unseren Experten beraten.

Telefon: +49 5541 7062-00
E-Mail: info@excor.de

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